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Brand erfolgreich gelöscht, aber schwer verletzt

Zum Brand einer Werkstatt in einem Vierseitenhof im Ortsteil Willersdorf wurden wir am 29.Juni um 9:42 Uhr alarmiert. Die Meldung ließ nichts Gutes ahnen, ähnliches hatten wir erst Ende April in Haidefeld erlebt.
Mehrere unserer Einsatzfahrzeuge machten sich nacheinander auf den Weg zum Unglücksort, zeitgleich waren wieder die Aktiven der FF-Schleiz mitalarmiert worden und auf der Anfahrt. Nach einer ersten Lageerkundung stellte sich die Situation nicht mehr ganz so dramatisch dar. Ein Anwohner hatte bis zu unserem Eintreffen schon eigene, erfolgreiche Löschversuche durchgeführt. Leider hatte er sich hierbei eine starke Rauchgasvergiftung zugezogen. Diese mußte abschließend im Krankenhaus behandelt werden. Weitere Personen waren nicht zu Schaden gekommen und im Gefahrenbereich, der Brand beschränkte sich auf den Heizungsraum, dieser war stark verraucht. Der Angriffstrupp ging sofort unter Umluft unabhängigen Atemschutz mit Hilfe der Wärmebildkamera zur Brandbekämpfung vor, mit ca. 150 Liter Löschwasser wurde der Brand eliminiert. Zeitgleich kümmerten sich die Kräfte der FF-Schleiz um den Verletzten bis der nachgeforderte Rettungsdienst eintraf und blieben in Zugstärke in Bereitschaft in unmittelbarer Nähe.
Danach wurden umfangreiche Nacharbeiten durchgeführt. Dabei wurden benachbarte Räume mittels Wärmebildkamera kontrolliert. Zeitgleich arbeitete unser Hochdrucklüfter auf vollen Touren, um das gesamte Gebäude wieder rauchfrei zu bekommen. Bei nochmaliger Kontrolle des Brandraumes wurden Nachlöscharbeiten durchgeführt.
Mit Erledigung dieser Arbeiten rückten die einzelnen Fahrzeuge nacheinander wieder ab, zurück an ihre Standorte.
Eine der letzten Aufgaben vor Ort bestand darin, über die Leitstelle einen Notfallseelsorger für die Hauseigentümer zu organisieren.
Abschließend muss festgestellt werden, alles nochmal halbwegs gut gegangen. Zum einen war es ein räumlich begrenzter Brand, zum zweiten waren die Einsatzkräfte schnell vor Ort. Dem Verletzten wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung.
 
Trotzdem sei jeder Laie vor zu viel Eigeninitiative gewarnt, solche Aktionen können noch schlimmer ins Auge gehen. Sollten diesbezüglich Fragen von Einwohnern auftauchen, treten sie an uns heran, wir geben gern Tipps und Hinweise zum richtigen Verhalten im Brandfall.
 
Ein Dank geht an alle Arbeitgeber, die die Kameradinnen und Kameraden von ihrem Arbeitsplatz für die Einsatzzeit freigestellt haben.
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